• Präventive Untersuchung

Beschreibung

Die gynäkologische oder frauenärztliche Untersuchung dient der Vorsorge und Kontrolle. Sie ist wichtig, um Erkrankungen wie Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu entdecken. Ab dem 20. Lebensjahr sollte jede Frau einmal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen.

Auch junge Mädchen sollten zur gynäkologischen Untersuchung gehen, wenn sie:

• ein Beratungsgespräch wünschen, beispielsweise über allgemeine Fragen zu Körper, Pubertät oder Verhütung – mit oder ohne frauenärztliche Untersuchung .

• sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr über Verhütungsmittel informieren bzw. sich eines verschreiben lassen wollen.

• bis zum 16. Lebensjahr noch keine Regelblutung bekommen haben.

• unter gesundheitlichen Beschwerden wie starken Regelschmerzen, Ausfluss oder unklaren Unterbauchschmerzen leiden.

Wie verläuft die Untersuchung?

Das Gespräch

Am Beginn jeder frauenärztlichen Untersuchung steht ein ausführliches Gespräch, erst dann folgt die eigentliche Untersuchung. Im Anschluss werden die Untersuchungsergebnisse und gegebenenfalls die Behandlung besprochen.

Zunächst spielt die allgemeine Krankheitsgeschichte eine Rolle (Anamnese). Folgende Punkte werden dabei erfragt:

• Vorerkrankungen;

• Familiäres Auftreten bestimmter Krankheiten wie Krebs, Herz- und Stoffwechsel-Erkrankungen;

• Regelanamnese: Zeitpunkt der letzten Regelblutung, Zeitabstand zwischen zwei Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung und Beginn der Wechseljahre;

• Aktuelle Beschwerden wie Regelschmerzen, Zwischenblutungen, Schmerzen im Unterleib oder ungewöhnlichen Ausfluss;

• Aktuelle Verhütung oder Wunsch nach einem Verhütungsmittel;

• Einnahme von Medikamenten;

• Sexuelle Probleme in der Partnerschaft;

• Missbraucherfahrungen aktuell oder in früheren Zeiten;

Die Untersuchung

Die Untersuchung wird auf einem gynäkologischen Stuhl durchgeführt. Er ermöglicht eine optimale Betrachtung und Untersuchung der Geschlechtsorgane. Mit einem röhrenförmigen Instrument (Spekulum) werden die eng aneinander liegenden Scheidenwände aufgefaltet. Diese Maßnahme ist schmerzlos, wenn Sie sich entspannen.

Lassen Sie das Gesäß tief fallen und atmen Sie langsam tief ein- und aus. Mit Hilfe des Spekulums sind Scheide und Muttermund am Gebärmutterhals gut einzusehen. Aus der Scheide wird das Scheidensekret mit einem Wattestäbchen entnommen und unter dem Mikroskop auf Infektionszeichen untersucht. Vom Gebärmutterhals wird mit einem speziellen Stäbchen Zellmateriel für einen Zellabstrich gewonnen, um ihn anschließend in einem Labor auf entartete Zellen untersuchen zu lassen.

Zeigen sich Hinweise auf eine bakterielle Infektion, können weitere Abstriche genommen werden. Sie werden in speziellen Nährmedien transportiert. So lassen sich beispielsweise auch Chlamydieninfektionen nachweisen. Chlamydien findet man sehr häufig bei Entzündungen der Eileiter und den umgebenden Geweben (Adnexitis). Diese Keime sind eine sehr häufige Ursache für spätere Unfruchtbarkeit.

Der äußere Muttermund lässt sich mit einem Kolposkop – einem Untersuchungs-Mikroskop mit 6- bis 40-facher Vergrößerung – genauer betrachten. Krankhafte Veränderungen an der Scheidenhaut und Oberfläche des Muttermundes lassen sich erkennen, gegebenenfalls werden gleichzeitig Gewebeproben (Biopsien) entnommen. Durch Spezialabstriche lassen sich auch Infektionen mit Warzenviren (Humane Papilloma Viren, HPV) nachweisen.

Anschließend beurteilt man bei der bimanuellen Untersuchung die inneren Geschlechtsorgane, indem man sie mit zwei Fingern der einen Hand ertastet und sie mit der anderen Hand auf der Bauchdecke zur Scheide hin drückt. Beurteilt werden Lage, Größe und Form von Gebärmutter und Eierstöcken.

Durch eine zusätzliche Untersuchung über den Enddarm, die rekto-vaginale Untersuchung, lassen sich der Halteapparat der Gebärmutter und die Beckenwand besonders gut beurteilen.

Bei verdächtigen Befunden kann eine Ultraschall-Untersuchung folgen. In der Regel wird sie als Vaginal-Ultraschall durchgeführt, wobei ein dünner Ultraschallkopf in die Scheide eingeführt wird. Auf diese Weise können Gebärmutter und Eierstöcke sehr gut betrachtet werden.

Selbstverständig ist auch eine Brust Untersuchung ob Verhärtungen, Knoten, Sekret oder sonstige Auffälligkeiten vorliegen.

Früherkennung- Was Sie selbst tun können

Die regelmäßige Brustuntersuchung ist ein wichtiger Bestandteil der Brustkrebs-Früherkennung. Frauen sollten sich informieren lassen, wie sie eine Brustuntersuchung selbst durchführen können. Der Zeitpunkt ist nach der Menstruation besonders günstig, weil die Brust insgesamt weicher ist.

Bei Auffälligkeiten sind weitere abklärende Massnahmen notwendig, die ArztIn und Patientin gemeinsam besprechen sollten.

Sie interessieren sich für Präventive Untersuchung?
Schreib uns!

Záujem o výkon - gynekologia

KONTAKTFORMULAR

HABEN SIE NOCH KEINE ANTWORT AUF IHRE FRAGE GEFUNDEN? SCHREIBEN SIE UNS!:

Es ist ein Fehler entstanden

Bitte kontrollieren Sie Ihre Daten und fragen Sie es noch einmal.